Militärische Infrastruktur, Mobilität und Manöver


Wichtige Komponente einer effektiven Abschreckung ist die Bereitstellung militärischer Mittel. In multilateralen Truppenverbänden müssen Infrastruktur und Logistik in besonderer Weise aufeinander abgestimmt sein. Dieses Arbeitspaket erforscht das kooperative Abschreckungskonzept und die Aufrechterhaltung eines Abschreckungsszenarios im Ostseeraum auf Grundlage der Kapazitäten der physischen Militärinfrastruktur mit Fokus auf Truppenübungsplätze und Kasernen, der Mobilität und Verkehrsinfrastruktur und Angemessenheit entsprechender institutioneller Regelungen sowie der Rolle militärischer Manöver.

Die erste Forschungsfrage widmet sich der Nutzung und dem Aus-bzw. Rückbau von Militäranlagen. Dabei wird analysiert, inwieweit Veränderungen im Laufe der Zeit mit politischen und historischen Ereignissen korrespondieren. Eine zweite Forschungsfrage konzentriert sich auf die Verkehrsinfrastruktur und Mobilität. Ein Schlüsselelement der NATO-Strategie im Ostseeraum beruht auf der Annahme, dass eine große Streitmacht schnell auf Straßen-, Schienen-und Wasserwegen in ein Einsatzgebiet und innerhalb desselben verlegt werden kann (NATO 2016). Eine dritte Forschungsfrage befasst sich mit Militärübungen, die in erster Linie dem Testen von Waffen und Infrastruktur und dem Üben von Abläufen dienen. Hinzu kommt, dass Militärs versuchen als Teil einer glaubwürdigen Abschreckungsstrategie durch militärische Übungen ihre Entschlossenheit zu demonstrieren.