Seit dem russischen Angriffskrieg stehen die Ostseeanrainerstaaten vor der Herausforderung, ihre Sicherheitspolitik grundlegend neu auszurichten. Dieses Teilprojekt untersucht, wie Gesellschaften auf steigende Verteidigungsausgaben, neue Zivilschutzkonzepte und wachsende Bedrohungswahrnehmungen reagieren – und wie sich dabei demokratische Werte wie Kontrolle, Inklusion und gesellschaftlicher Zusammenhalt bewahren lassen. Im Zentrum steht, unter welchen Bedingungen sicherheitspolitische Veränderungen gesellschaftlich akzeptiert werden und wann sie zu Polarisierung und nationalistischen Tendenzen führen. Auf Basis von Umfragedaten mehrerer Ostseeanrainerstaaten sowie Fokusgruppeninterviews wird untersucht, wie Demokratien externen Bedrohungen begegnen können, ohne ihre Grundwerte zu gefährden.
