Dieses Teilprojekt untersucht parlamentarische Mechanismen – Debatte, Kommunikation und institutionelle Regelwerke – als zentrales Element demokratischer Willensbildung. Im Fokus steht der Einfluss schwedischer Konsenspraktiken auf westdeutsche Parlamentsdebatten während der gesellschaftlichen Liberalisierung der „langen 1970er Jahre“. Anhand eines Vergleichs von Bundestags- und Reichstagsdebatten wird untersucht, wie politische Sprache und Kommunikationskultur zur Sicherung der demokratischen Ordnung gegen revisionistische Tendenzen beitrugen. Das Teilprojekt versteht Resilienz dabei nicht als statische Stabilität, sondern als historisch wandelbare Fähigkeit parlamentarischer Systeme, sich institutionell und kommunikativ anzupassen und durch Innovation demokratische Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern.
